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Welches Backup-Programm?
Und wie funktioniert Backup ganz sicher?

Acronis True Image für PC 2014 kann es am besten

Achtung! Die Folgeversion Acronis True Image 2015 hat die gleiche Funktionalität, ist
aber mit Bildschirmlupe schlechter zu bedienen, da sehr kleine Schriften mit sehr
großen Schaltflächen verwendet werden. Acronis True Image 2014 ist im Handel weiterhin
erhältlich.

Bereits ein Test der unabhängigen Stiftung Warentest aus November 2013 (gegen
 geringes Entgelt herunterzuladen) nennt Acronis True Image als Testsieger.
Das deckt sich mit den Erfahrungen des Autors. Acronis True Image kann ganze
Partitionen sichern, auch die Betriebssystem-Partition, und das unter laufendem Betrieb
 bei geringem Zeitaufwand. Das können andere Programme auch.
Entscheidend für die klare Empfehlung ist:

  1. Acronis True Image 2014 ist optisch sehr übersichtlich.
    Die Folgeversion 2015 ist viel unübersichtlicher.
  2. Acronis True Image kann die Betriebssystem-Partition vollautomatisch zurücklesen
     und zwar auch im hier empfohlenen Multiboot-System. Bei anderen Programmen
    geht das oft nur mit der Notfall-CD. Einige kostenlose Backup-Tools bieten keine
    Möglichkeit, Notfall-CDs zu erstellen. Sie sind dann nicht in der Lage, bei Defekt der
    Festplatte oder bei einem Funktionsfehler des Backup-Programms ihr System
    auf der Festplatte wieder herzustellen!
     Mehr unter Hintergründe.
  3. Acronis True Image bietet eine weitere Funktion, die das komfortable Testen von
    Programmen zulässt: „Try & Decide“. Nach Einschalten dieser Funktion werden
    Veränderungen des Betriebssystems protokolliert und, wenn das Testergebnis
    nicht gefällt, auf Knopfdruck zurückgesetzt. Auch das funktioniert und ist
    zumindest für kleinere Einstellarbeiten am Betriebssystem eine gute Alternative
    zum Durchführen einer Voll-Wiederherstellung.

Backup-Programm installieren und testen

Auch Acronis True Image brauchen Sie nicht sofort zu kaufen. Sie können es für 30 Tage
testen. Die Testversion erfordert einen Produktschlüssel, der vom Hersteller
 per Email zugesandt wird. Andere Hersteller haben ähnliche Systeme.

Ganz sicher zum sicheren Backup

Ein ganz sicheres Vorgehen sieht so aus:

  1. Legen Sie eine beschreibbare CD oder DVD bereit.
  2. Halten Sie einen Datenträger für das Backup bereit (am besten interne oder externe
    Festplatte oder einen großen USB-Stick). Etwa 20 GB Speicher auf einer anderen
    Partition oder 20 GB unzugeordneter Platz auf der Festplatte tun es auch.
  3. Weiter benötigen Sie auf einer internen oder externen Festplatte unzugeordneten
    Speicher, etwas mehr als Daten auf der gesicherten Partition sind. 30 GB (5 GB
    zusätzlich) sollten ausreichend sein.
  4. Installieren Sie das Backup-Programm, wenn noch nicht geschehen.
  5. Erstellen Sie ein Voll-Backup der Betriebssystem-Partition auf dem Datenträger
    gemäß Punkt 2.
  6. Erstellen Sie die Notfall-CD nach Anweisung des Backup-Programms. Wenn das
    Programm dies nicht möglich macht, verzichten Sie auf dieses Programm und
    nehmen ein anderes, denn im Ernstfall eines Festplatten-Crashs
    sind Sie ohne Notfall-CD nicht geschützt.
  7. Starten Sie den PC von der Notfall-CD. Schauen Sie, ob das Programm anläuft bis
    zur Möglichkeit, das Backup mittels der CD zurückzuschreiben., Eine Bildschirm-
    Vergrößerung hilft Ihnen nicht - machen Sie Sich dennoch diese Mühe!
    Suchen Sie das eben gefertigte Backup und schreiben Sie es an eine andere
    Stelle Ihrer Festplatte, möglichst auf nicht zugeordneten Speicher.
    Dafür wird der unzugeordnete Speicher gemäß Punkt 3 genutzt.
  8. Wenn das alles anstandslos ohne Fehlermeldung funktioniert hat, können Sie es
    riskieren, das eben erstellte Backup an die gleiche Stelle zurückzuschreiben –
    also die Betriebssystem-Partition ersetzen.

Wenn auch das funktioniert, sind Sie auf der sicheren Seite.
Funktioniert das nicht, so sind Ihre Daten noch nicht verloren, und Sie müssen einen
anderen Weg suchen, um diese Daten zurückzuschreiben. Aber danach wissen Sie, wie
es im Ernstfall von Virenbefall oder Festplattencrash zu managen ist, und was Sie dafür
verbessern können.
Ist Ihnen dieser Weg zu schwierig, können Sie die notwendigen Tests mit „Try & Decide“
durchführen. Im Ernstfall von Virenbefall oder Festplattencrash sind Sie aber auf fremde
Hilfe angewiesen und müssen mit endgültigem Datenverlust rechnen.
Richten Sie jetzt noch nicht das Backup-System für den Dauerbetrieb ein, und löschen
Sie die erstellte Backup und die zusätzliche Partition noch nicht, denn am
Partitionssystem sind noch Arbeiten notwendig.

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Backup - Hintergründe
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