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In 4 Schritten zum effizienten Backup für Windows 10 und 8

Schritt 1:  Arbeitsdaten-Partition anlegen
Schritt 2:  Arbeitsverzeichnisse gut erreichbar machen
Schritt 3:  Neue Arbeitsverzeichnisse anlegen
Schritt 4:  Arbeitsdateien in die neuen Ordner verschieben

Das Internet bringt Risiken - und Windows ist nicht gut darauf eingestellt.
Windows 8 / 10 lädt alles auf eine Partition auf der Festplatte. Tun Sie das nicht! Je mehr
Sie auf der Partition mit dem Betriebssystem gespeichert haben, umso schwieriger ist es,
bei Problemen diese schnell zu lösen, insbesondere über Wiederherstellung des
Betriebssystems. Und: Windows 8 / 10 macht Arbeiten nicht einfach.

Schritt 1: Arbeitsdaten-Partition anlegen

Speichern Sie Ihre Arbeitsdaten nicht zusammen mit dem Betriebssystem, sondern
auf einer eigenen Partition!
So verkleinern Sie die viel zu große Betriebssystem-Partition, wenn Sie bei der
Installation keine Einstellungen vorgenommen haben:
Start > Systemsteuerung > Verwaltung > Computerverwaltung > Datenträgerverwaltung.
Suchen Sie unten die Partition C:. Mit einem Rechtsklick klicken Sie auf diese Partition
und wählen “Volume verkleinern”. Verkleinern Sie auf etwa 30 GB.
In dem nun unzugeordneten Speicher legen Sie neue Partitionen an, mindestens eine, für
umfangreiche Daten wie Bilder, Fotos und Videos besser weitere Partitionen: Rechtsklick<
> Neues Volume anlegen.

Schritt 2: Arbeitsverzeichnisse gut erreichbar machen

Problem 1: Mit älteren Programmen komfortabel arbeiten
Neuere Programme greifen auf eine Ansicht zu, die Sie auch im Windows-Explorer
sehen: Dort sind die Bibliotheken wie „Downloads” oder „Musik” rasch erreichbar.
Ältere Programme können diese Ansicht nicht zeigen und verwenden ein schlechter
lesbares Format.
Lösung: Legen Sie die Bibliotheken
„Musik”, „Bilder”, „Videos”, „Downloads” als Unterverzeichnis von „Eigene Dateien
oder in einer eigenen Partition an. So können Sie auch in einem „alten” Explorerfenster
schnell darauf zugreifen.

Problem 2: „Eigene Dateien” gut sortieren
Viele Programme legen in den „Eigene Dateien” willkürlich Verzeichnisse an, die Sie nicht
benötigen. Auch nach dem Löschen tauchen diese Verzeichnisse immer wieder auf.
Lösung: Ihre eigenen Verzeichnisse können Sie nach oben schieben, wenn Sie diese mit einer vorangestellten Ziffer versehen.
Dann sehen Sie dort, wo Sie arbeiten, immer die gleiche Struktur.
Zum Beispiel:
„1 Privates”
„2 Bilder”
„3 Videos”
„4 Downloads”

Schritt 3: Neue Arbeitsverzeichnisse anlegen
Öffnen Sie die neu erstellte Partition im Windows Explorer.
Setzen Sie auf der rechten Seite einen Rechtsklick und wählen Sie „Neu” > „Ordner”.
Benennen Sie die neuen Ordner nacheinander, wie unter Schritt 2 empfohlen.

Schritt 4: Verschieben Sie Ihre Arbeitsdateien in die neuen Ordne
Wechseln Sie in Windows Explorer in die linke Spalte oben zu den Ordner, die Sie
verschieben wollen. Es sing in Wirklichkeit nur Links und keine Ordner.
Mit einem Rechtsklick öffnen Sie das Kontextmenü
der zu verschiebenden Arbeitsordner  und wählen ganz unten „Eigenschaften”.
Auf dem nun geöffneten Fenster wählen Sie die Registrierkarte „Pfad”. Unten ist der
derzeitige Pfad eingetragen. Mit „Verschieben” können Sie nun in einem Explorer-Fenster
den neuen Pfad wählen und die schon vorhandenen Dateien verschieben. Mit
„Übernehmen” lösen Sie den Vorgang aus. Nun sind Ihre Arbeitsdateien auf der neuen
Partition.

Der Effekt: Nun können sie Betriebssystem und Arbeitsdateien getrennt sichern und
wieder herstellen. Sie können ihr Betriebssystem neu installieren oder ein Backup des
Betriebssystems zurücklesen, , ohne dass Ihre
Arbeitsdateien weg sind. Achtung: Persönliche Einstellungen und Daten wie Email-Daten
(bei Outlook) und Favoriten (bei Internet--Explorer) bleiben auf der Betriebssystem-
Partition. Dagegen hilft der Abschied von Microsoft Internet Explorer und Microsoft
Outlook. Sie können portable Alternativen anderer Programme verwenden wie
 Mozilla Thunderbird portable, Firefox portable, Chrome portable oder
Opera portable. Diese können Sie bei Bedarf einfach auf einen USB-Stick ziehen und
von dort auf einem anderen Computer verwenden.

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